Konversion als Chance für die Zukunft

Die strukturellen Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft führen oftmals zu Nutzungsänderungen auf Flächen und bei Gebäuden wie z. B. bei militärischen Liegenschaften, Liegenschaften der Deutschen Bahn oder Industrie- und Gewerbebrachen und stellen die betroffenen Kommunen vor neue Aufgaben der Konversion.

Ziel der Konversion von Flächen und Gebäuden ist es, die so neu entstehenden Potenziale durch eine sinnvolle Entwicklung entweder durch eine Wiedernutzung in Wert zu setzen oder durch eine freiräumliche Folgenutzung zu revitalisieren. Die Konversion von Brachflächen ist ein wichtiges Instrument zur Eindämmung des Flächenverbrauchs.

Durch intelligentes Flächenressourcenmanagement kann eine den aktuellen Rahmenbedingungen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angepasste zukunftsgerichtete Innenentwicklung erreicht werden.

Leistungsangebot der STEG

Die STEG hat aus bald 50 Jahren Erfahrung und Kenntnisse für erfolgreiche Mobilisierung und Entwicklung von Flächenpotenzialen. Städten und Gemeinden bekommen bei allen Maßnahmen der Konversion fundierte Beratung und maßgeschneiderte Leistungen für zukunftsfähige Lösungen.

  • Standortanalyse
  • Städtebauliches Entwicklungskonzept
  • Flächenmanagement
  • Fördermittel- und Finanzmanagement
  • Betriebsverlagerungen
  • Ordnungsmaßnahmen
  • Investorengewinnung
  • Flächenaktivierung

Beispiel Stadt Bad Mergentheim

Ehemalige Deutschordenskaserne "Drillberg"

Die ehemalige Deutschordenskaserne in Bad Mergentheim ist ein außerhalb der Stadt gelegenen Bundeswehrstandort. Durch die Aufgabe dieses Bundeswehrstandortes in den 90er Jahren wurde die Wirtschaftskraft der Stadt um ca. 25 Mio Euro pro Jahr geschwächt: im Bereich der Garnison sind etwa 200 zivile Arbeitsplätze sowie die Kaufkraft von fast 700 Soldaten weggefallen.

Nachdem Sanierungsfördermittel zur Verfügung gestellt wurden, erwarb die Stadt 1998 das Kasernengelände vom Bund. Das gesamte Areal wurde 1999 an ein Unternehmen weiterveräußert und als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt.

Durch das Engagement der Stadt und des Investors in Verbindung mit Sanierungsfördermitteln des Landes Baden-Württemberg wurden das brachgefallenen Kasernenareals zu einem Wirtschaftsstandort entwickelt. Durch die gut funktionierenden und zukunftsfähige Folgenutzung wurde eine sinnvolle Flächenaktivierung erzielt.

 

Erreichte Ziele

  • Ansiedelung von Unternehmen mit insgesamt mehr als 700 Arbeitsplätzen
  • Erweiterung mit unternehmensspezifischen Gebäuden
  • Modernisierung bestehender Gebäude für Mischnutzung
  • Erweiterungsmöglichkeiten durch Freiflächen
  • Standortvorteil für die Investoren mit guter verkehrsräumlicher Lage

Gewerbebrache der Firma Bembé Parkett

Die Firma Bembé produziert seit 1872 Parkett am Standort Bad Mergentheim. Die Parkettmassenproduktion wurde ins benachbarte Ausland verlagert. Die Produktion hochwertiger Parkettanfertigungen wurde unter dem Aspekt einer Betriebsmodernisierung an einen bereits bestehenden Standort innerhalb Bad Mergentheims umgesiedelt.

Städtebauliche Mängel der nicht mehr benötigten Produktionsanlagen mit einer Fläche von 10.000 m² am Stadteingangsbereich der Kurstadt sollten beseitigt werden. Um die ehemals als Gewerbegebiet genutzten Flächen einer höherwertigen und stadtbildverträglicheren Nutzung zuführen zu können, hat sich die Stadt für das Instrument des Besonderen Städtebaurechts des BauGB entschieden.

 

Erreichte Ziele

  • Betriebsverlagerung
  • Neuordnung: Abbruch von Produktionsanlagen und Gebäuden mit Sanierungsfördermitteln
  • Freiräumung des Geländes
  • Nutzung und Vermarktung eines Mischgebietes und Allgemeinen Wohngebietes

 

 

Beitrag der STEG

  • Fördermittelakquisition
  • Vorbereitung der Sanierung
  • Betreuung der Sanierungsmaßnahme
  • Durchführung der Einzelmaßnahmen
  • Betriebsverlagerung und Abbruch
  • Investorensuche für die Realisierung einer Neubebauung