Lösungsansätze im Rahmen städtebaulicher Erneuerungsmaßnahmen

Seit Jahren lässt sich beobachten, dass die vor Ort verfügbaren Nahversorgungsmöglichkeiten vor allem in kleineren Kommunen stetig rückläufig sind. Dies stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen. Gerade die zunehmende Anzahl älterer, weniger mobiler Menschen, aber auch Familien mit Kindern haben unter dieser Entwicklung zu leiden. Häufig folgt auf den Verlust an Einzelhandelseinrichtungen der Rückzug im Dienstleistungsbereich sowie die Ausdünnung des kulturellen Angebots.

Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielfältig und für ein erfolgreiches Gegensteuern kann es demzufolge keine Patentrezepte geben. Dennoch gelingt es immer wieder, diesem allgemeinen Trend etwas entgegen zu setzen. Unterschiedliche Strategien können hierfür geeignet sein. Sie sind individuell auf ihre Umsetzbarkeit im Einzelfall zu prüfen.

Leistungsangebot der STEG

Die STEG ist leistungsstarker Partner bei der Sicherung und Optimierung der Nahversorgung.

Unsere Leistungen

  • Standortanalyse
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung der städtebaulichen Konzeption
  • Grunderwerbsverhandlungen zur Standortsicherung
  • Investorenansprache
  • Beratung bei gestalterischen Fragen
  • Beratung zu Fragen der Förderung und Abstimmung mit den Förderstellen
  • Vertragsgestaltung

 

Die aktuellen Förderprogramme des Bundes und des Landes Baden-Württemberg bieten für die vielfältigen Ansätze zur Sicherung der Nahversorgung gute Voraussetzungen. Die STEG unterstützt dabei die Bemühungen der Kommune im Rahmen der umfassenden Betreuung laufender Sanierungsmaßnahmen. Das Leistungsspektrum reicht von der Vorbereitung und Durchführung des erforderlichen Grunderwerbs über die Ausarbeitung der Verträge zum Abbruch gegebenenfalls vorhandener Bebauung bis hin zur Durchführung bodenordnerischer Maßnahmen.

Darüber hinaus kann durch die STEG die gezielte Ansprache von Investoren und potenziellen Marktbetreibern erfolgen. Innovative Ideen für alternative Nahversorgungskonzepte werden von der STEG ebenso verfolgt und bei entsprechender Eignung im Einzelfall zur Umsetzung vorgeschlagen.

Beispiel neue Vollsortimenter in Reichenbach und Magstadt

In Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen) wurde der ursprünglich vorhandene, in die Jahre gekommene und mit Blick auf die heutigen Anforderungen völlig ungenügende Supermarkt abgebrochen. Anschließend wurde die gesamte Versorgungs- und Verkehrsinfrastruktur den modernen Bedürfnissen angepasst und so eine Fläche geschaffen, die als Standort für einen neuen Lebensmittelmarkt in integrierter innerörtlicher Lage geeignet ist. Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und am Knotenpunkt der Ortsbuslinien, der aus allen Ortsteilen angefahren wird. Es konnte ein Investor für die Errichtung eines neuen, zeitgemäßen Vollsortimenters gefunden werden.

In Magstadt (Kreis Böblingen) ist durch die Verlagerung eines Betriebs und die vollständige Neuordnung der Fläche ebenfalls die Möglichkeit zur Neuansiedlung eines Marktes geschaffen worden. Der ehemals gegenüber liegende Markt desselben Betreibers war nicht mehr an die heutigen Bedürfnisse anzupassen, so dass mittelfristig die Gefahr bestanden hätte, dass der Standort ganz aufgegeben wird. Durch den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln ist es jetzt gelungen, einerseits die zentrumsnahe Nahversorgung sicher zu stellen und andererseits wichtige Impulse für die weitere Entwicklung des Gebietes als Wohnbaustandort zu liefern.

 

Erreichte Ziele

  • Baureifmachung der Grundstücke durch z.B. Betriebsverlagerung, Abbruch, Erschließung
  • Sicherung der Nahversorgung in Reichenbach
  • Optimierung der Nahversorgung in Magstadt

 

Beitrag der STEG

  • Mitwirkung bei der Investorensuche
  • Städtebauliche Beratung bei der Hochbauplanung
  • Steuerung des Einsatzes von Fördermitteln zur Grundstücksfreilegung

Beispiel KommIn in Wurmberg

In Wurmberg (Enzkreis) hatte die Sanierung unter anderem zum Ziel, das Dienstleistungsangebot in der Ortsmitte nachhaltig zu stärken. Dazu wurde in einem zentral gelegenen Neubau im Erdgeschoss ein KommIn-Dienstleistungszentrum entwickelt. In unmittelbarer Nähe zum aufwändig neu gestalteten Dorfplatz sind heute die Angebote des Bürgerbüros, der Kreissparkasse und der Post unter einem Dach versammelt. Ergänzend sind weitere Dienstleistungsangebote wie Anzeigenannahme der Pforzheimer Zeitung, Lotto-Annahme etc. angegliedert. Damit wurde neben der gestalterischen Aufwertung der Ortsmitte auch die funktionale Aufwertung erreicht.