Wir danken allen Teilnehmenden sowie allen Referierenden und besonders der Stadt Lahr / Schwarzwald für den rundum gelungenen Tag, an dem im regen Austausch teils neue Perspektiven aufgezeigt wurden.
Im Video erhalten Sie einen kompakten Eindruck des Fachtags:
Stadtentwicklung trotz knapper Kassen: Mut, Haltung und Ausdauer sind entscheidend
Die Anforderungen an Städte und Gemeinden wachsen stetig: Klimaanpassung, sozialer Zusammenhalt, lebendige Innenstädte, bezahlbarer Wohnraum. Gleichzeitig schrumpfen die finanziellen Spielräume vieler Kommunen.
Wie kann Stadtentwicklung unter diesen Bedingungen weiterhin wirksam gelingen? Und wie entstehen Chancen gerade dort, wo Ressourcen knapp sind?
Kommunale Finanznot trifft Daueraufgabe Stadtentwicklung – auf dem Weg in eine neue Normalität?
Zumindest ist ein Umdenken gefordert.
Diese konkrete Frage stand im Zentrum des STEG Fachtags 2026, der am 16/04/26 im Haus zum Pflug in Lahr/Schwarzwald stattfand.
Über 90 Fachleute aus Kommunen und Verwaltungen, der kommunalen Politik und Praxis kamen zusammen, um über (neue) Möglichkeiten der Problematiken in der Stadtentwicklung zu diskutieren – realistisch, kritisch und zugleich zuversichtlich.
Dazu waren aufs Podium eingeladen: Guido Schöneboom, erster Bürgermeister und Tilman Petters, Baubürgermeister, beide aus der Stadt Lahr / Schwarzwald – als weitere kommunale Vertreterin die Bürgermeisterin von Zaberfeld, Diana Danner –
aus den Reihen der Ministerien waren Dr. Birgit Werner, stellvertretende Referatsleiterin, Referat Städtebauliche Erneuerung, MLW BW und Carsten Gabbert, Regierungspräsident Freiburg, vertreten –
der Zukunftsforscher Kai Gondlach – ergänzt durch die Geschäftsführung der STEG, Dr. Frank Friesecke und Hans Christian Holz sowie Anna Heizmann als Leiterin der STEG Akademie.
Stadtentwicklung braucht mehr als Geld
Die zentrale Erkenntnis des Tages war klar:
Wirksame Stadtentwicklung entsteht nicht allein durch mehr Mittel – sondern durch kluge Kombination, Haltung und Ausdauer.
Es geht darum, vorhandene Instrumente intelligent zu nutzen, Akteure zu vernetzen und den Mut zu haben, neue Wege zu gehen.
Einen starken inhaltlichen Impuls setzte die Keynote des Zukunftsforschers Kai Gondlach mit dem Titel „Zukunft war gestern“. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigte er, wie Städte auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben können.
Ein Satz blieb besonders hängen:
„Wir haben nichts neu erfunden. Wir haben nur schlau kombiniert.“
Seine Botschaft: Wer überzeugt ist und dranbleibt, kann selbst unter widrigen Umständen Räume für Qualität, Identität und Zukunftsfähigkeit schaffen.
Klare Stimmen, gemeinsame Haltung
Auch die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion machte Mut. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Förderpraxis machten deutlich: Die Instrumente der Stadtentwicklung sind vorhanden – entscheidend ist der Wille, sie zu nutzen.
So wurde betont:
„Wir haben in keinen der Fördertöpfe einen Rückgang – ein wichtiger Hinweis auch für die Wirtschaft.“ (Carsten Gabbert, Regierungspräsident Freiburg)
Und weiter:
„Wir hatten für das Jahr 2026 ein Rekord-Antragsvolumen von 1,2 Milliarden Euro. Es zeigt, dass die Städtebauförderung funktioniert.“ (Dr. Birgit Werner, stellvertretende Referatsleiterin, Referat Städtebauliche Erneuerung, MLW BW)
Ein deutliches Plädoyer für Mut kam ebenfalls vom Podium:
„Lasst uns es einfach mal machen. Die Gemeinde Zaberfeld geht mutig voran.“ (Diana Danner, Bürgermeisterin von Zaberfeld)
Oder pointiert zusammengefasst:
„Stadtentwicklung ist nicht eine Sache des Geldes – Städtebauförderung ist immer zwingend ein Gewinn.“ (Tilman Petters, Baubürgermeister, Stadt Lahr / Schwarzwald)
Diese Stimmen machten deutlich: Handlungsfähigkeit beginnt mit Haltung. Und mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – auch in Zeiten knapper Kassen. Die Stadt Lahr / Schwarzwald ist ein eindrucksvolles Beispiel
Rundgänge zu praktischen Umsetzungen der Stadtentwicklung durch die Stadt Lahr
bildeten den Abschluss des Fachtags. Sie zeigten eindrucksvoll, wie Stadtentwicklung konkret und erfolgreich umgesetzt werden kann. Sichtbar wurde dabei vor allem eines: Gute Lösungen entstehen im Zusammenspiel von öffentlichen und privaten Akteuren, mit langem Atem und einem klaren Blick für das Machbare.
(In diesem Zusammenhang danken wir den ortsansässigen Führenden aus Lahr / Schwarzwald: Tilman Petters | Baubürgermeister Stadt, Silke Kabisch | Amtsleiterin Hochbau – Gebäudemanagement und Projektsteuerung, Stefan Löhr | Amtsleiter Stadtentwicklung und Stadtplanung Stadt Lahr / Schwarzwald und Michael Schmiederer | Inhaber Modehaus Feldmüller-Fank)
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